Die häufigsten Fragen & Antworten rund um unsere 13. Eiswelt

1    Woher kommt das viele Eis?
Aus dem Wasser :-)
Das Eis wird in einer Eisfabrik in Polen maschinell in Stahlwannen hergestellt. Wir bestellen es bei der Firma Ice Art. Mit einer Eisblockmaschine zeigen wir, wie die Eisblöcke hergestellt werden – direkt in der Eiswelt.

2    Wie kommen die Eisblöcke nach Rövershagen?
Auf Paletten per LKW. Kleine Rechenaufgabe: Auf einer Palette stehen sechs Eisblöcke. In einen LKW passen 30 Paletten. Und dieses Jahr haben wir 8 LKW’s bestellt. Wie viele Blöcke Eis haben wir also bestellt? ++ Richtig, 1.440 Eisblöcke .

3    Wie groß und schwer ist so ein Eisblock?
Maße: 100 x 50 x 25 cm, Gewicht: 130 kg – die Blöcke kommen in Kartons. 1.440 Eisblöcke zu 130 kg -- das macht 187.200 Kilogramm. Das sind fast 190 Tonnen Eis.

4    Gibt es dieses Jahr eine besondere Sorte?
Wir haben die Schneefiguren, die wir für unsere 12. EISWELT „Rock`n`Roll“ ausgestellt haben, geschreddert und zu Schnee gemacht. So konnten wir noch einmal zusätzlich mit vielen Tonnen Schnee arbeiten – die Lokomotive und die Reisenden zum Beispiel sind fast ausschließlich aus Schnee gebaut worden. Daneben haben wir klare und milchige Eisblöcke liefern lassen. Das Interessante hierbei ist: Damit das Eis klar und durchsichtig ist, muss das Wasser in Bewegung eingefroren werden – ein Eiszapfen im Winter ist auch deshalb durchsichtig, weil die einzelnen Wassertropfen hinunter laufen und dadurch in Bewegung sind. Milchiges Eis entsteht also dann, wenn das Wasser im Ruhezustand eingefroren wird.

5    Wie entstehen aus diesen Eisblöcken die filigranen Eisskulpturen?
Um die Figur in die Höhe oder Breite zu gestalten, werden die einzelnen Eisblöcke aneinander geklebt. Dazu wird mit einer Spritze Wasser zwischen die Eisblöcke gespritzt. Durch die Kälte gefriert die dünne Wasserschicht und verbindet die Eisblöcke miteinander. Danach bearbeiten die Eiskünstler das Eis erst grob mit Kettensägen, dann werden die Werkzeuge immer feiner: rasierklingenscharfe Stechbeitel (lang und kurz, werden immer an einer Nassschleifmaschine extra rasierklingenscharf geschliffen und mit einer Lederscheibe abgezogen, nur normal geschliffen würden sie im Eis stecken bleiben und das Eis würde abplatzen).
Schaber, Schleifpapier. Das so genannte Finish kommt dann oft mittels Gasbrenner oder Heißluftföhn, um die äußere Struktur wieder glänzend zu machen.

6    Wie lange brauchen die Künstler, um eine Figur zu gestalten?
Sie sind Vollzeit für 3 Wochen (täglich von 9-18 Uhr bei Minus 8° bis Minus 10° Celsius) bei uns engagiert, in denen sie durchgehend an ihren Eiskunstwerken arbeiten – und die Zeit brauchen sie auch.

7    Wie viele Künstler wirken bei Karls 13. Eiszeit mit?
Wir haben 21 internationale Künstler eingeladen, die unsere Idee vom „Orient-Express“ und "1001 Nacht" in Elstal zu verwirklichen. Alle sind auf das Bildhauen mit Eis spezialisiert und beweisen ihr Können auf internationalen Festivals, u. a. haben wir den Weltmeister im „Icecarving“ Sergey Tselebrovskii mit dabei. Einige Künstler sind zum Beispiel im Frühjahr wieder bei uns, um an den Sandfiguren für Karls 7. Sandwelt in Warnemünde zu arbeiten.

8    Wie kalt ist es in dem neu erbauten Eiswerk?
Durch eine innovative Technik schaffen wir es, die Temperatur in der Eishalle konstant auf Minus 10°Celsius zu halten. Dadurch bleiben die Figuren so erhalten wie die Künstler sie sich vorgestellt haben. Durch eine doppelwandige Dämmung verbraucht das Eiswerk weniger Strom als die alte Halle, obwohl sie fast doppelt so groß ist, und die Besucher der Eiszeit haben fast 11 Monate am Stück, bis zum 31. Oktober 2016, Zeit, sich selbst davon zu überzeugen. Die Abwärme, die durch das Kühlen entsteht, nutzen wir im Winter, um den Bauernmarkt zu heizen und im Sommer, um heißes Duschwasser für unsere Erntehelfer zu produzieren.

9    Karls 13. Eiswelt „Die fantastische Reise mit dem Orient-Express“ – Wer hat sich dieses Thema und die Themen davor überlegt?
Robert Dahl, der Geschäftsführer von Karls Erlebnis-Dorf, gemeinsam mit dem verantwortlichen künstlerischen Leiter der jeweiligen Eiswelt.

10    Seit wann gibt es die Eiszeit und was war die ursprüngliche Idee?
Die Grundidee stammt von dem Unternehmer Robert Dahl und dem Künstler Othmar Schiffer-Belz. Im Winter stand die für die Erdbeeren genutzte Halle mit zwei kleinen Kühlkammern leer. Sie wurde nicht gebraucht. „Was kann man damit machen? Vielleicht etwas mit Schnee und Eis gestalten?“, so die Überlegungen. Der Jungunternehmer Dahl fragte: „Hast Du schon mal so was gemacht?“ „Nein.“ „Ich auch nicht. Dann machen wir das gemeinsam.“ Othmar Schiffer-Belz entwickelte ein Konzept und suchte zunächst Mecklenburger Künstler, gewann u.a. auch die Bildhauerin Susanne Rast aus Kneese, Jo Harbort von der Insel Hiddensee und Eckard Labs aus Greifswald. „Wir fingen klein an. Dank der Besucher entwickelte sich die Idee - bis heute - zur einzigen und größten Eisskulpturenausstellung in Deutschland mit internationaler Besetzung.“

11     13 Mal in Folge gab es nun schon die eigens geschaffenen Figuren aus Eis – was passiert eigentlich nach der Eiswelt mit ihnen?
Wir öffnen die Türen des Eiswerks, bringen die Figuren nach draußen und lassen sie schmelzen – oder machen sie eben zu Schnee. Das Wasser sickert ins Grundwasser. Man kann also sagen, dass bis zu diesem Sommer in jeder Karls Erdbeere auch immer noch ein kleines Stück von der letzten Eiswelt gesteckt hat, denn die Pflanzen werden mit demselben Wasser gegossen.

Grundlegend lässt sich sagen: Es ist ein Kreislauf über Werden und Vergehen – das Eis wird aus Wasser hergestellt, Künstler schaffen ihre Kunstwerke und dann wird das Eis wieder zu Wasser – und im nächsten Jahr beginnt alles von vorn. Es ist wie das Leben. Alles Schöne ist auch vergänglich…!

Ganzjährig geöffnet: 08:00 - 19:00
Purkshof 2 • 18182 Rövershagen • 038202 4050