Nord- und Südpol ganz nah
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Nord- und Südpol ganz nah

19. Station der Rostocker Eiswelt-Jubiläumsausstellung wurde enthüllt

Riesiger Eis-Eisbär macht neugierig auf Eröffnung des POLARIUM


Während die Menschen den warmen Sommer genießen, hat sich der international bekannte Eiskünstler Sergey Tselebrovskiy seit über einer Woche in die eiskalte Ausstellungshalle in Karls Erlebnis-Dorf zurückgezogen, um ein neues Stadtkapitel aufzuschlagen. An der Stelle der 1958 eröffneten historischen Bärenburg im Rostocker Zoo entsteht mit dem POLARIUM eine moderne Erlebnis- und Bildungslandschaft und neue Heimstätte für die Eisbären und Pinguine. Jetzt macht sein 2,5 Meter großer Eisbär auf die baldige Eröffnung des POLARIUM neugierig. Mit der 19. Eisstation in der im vergangenen Dezember eröffneten Ausstellung „Die geheimnisvolle Stadt - 800 Jahre Rostock“ wird also erstmals auch ein Blick in die Zukunft geworfen. 
„Auf der Suche nach einem passenden Motiv für eine neue attraktive Eisfigurenszene sind wir schnell auf den Rostocker Zoo gekommen, der inzwischen auch rund 120 Jahre zur Geschichte der Stadt Rostock gehört“, sagte Karls Marketingchefin Nadja Schriever. „Da lag es natürlich nahe, schon einmal Lust und Neugier auf das neue POLARIUM zu wecken.“

Elf Eisblöcke für den König der Arktis


Seit dem 12. Juli hat der russische Künstler Sergey Tselebrovskiy an seinem neuesten Eiswerk gearbeitet. Der 58-Jährige ist mehrmaliger Eisschnitz-Weltmeister und bereits seit 1994 ein gern gesehener Bildhauer von spektakulären Eis,- Schnee- und Sandskulpturen. Seine Eisskulptur bringt den Nord- und Südpol ganz nah zusammen. Denn eigentlich leben die Eisbären am Nordpol und die Pinguine am Südpol und treffen somit unmöglich aufeinander. Zumindest Karls Eiswelt und auch später im POLARIUM im Rostocker Zoo kommen sich diese beiden Tierarten dennoch ganz nahe. Der von Sergey Tselebrovskiy geschnitzte Eisbär schaut wohl auch aufgrund der weit entfernten Lebensräume sehnsüchtig zu den Pinguinen auf dem Felsen. 
„Die Eisblöcke kommen aus unserer eigenen Eis-Produktion“, erläuterte Nadja Schriever. „Insgesamt haben wir 1.430 kg Eis für das POLARIUM-Objekt verbaut. „Das Schwierigste war die Höhe und die Größe des Eisbären. Wir mussten vorher elf Eisblöcke für den Eisbären aufstapeln. Ein Block wiegt 130 kg. Die einzelnen Blöcke werden dann mit Wasser verklebt.“

Zookuratorin Antje Zimmermann zeigte sich überrascht und begeistert von der Detailtreue des Künstlers. „Ein wirklich tolle Aktion von Karls Erlebnis-Dorf und dem Künstler. Dieser Eisbär ist eine recht respektable Erscheinung, der auch vermittelt, dass wir uns für bedrohte Tierarten und Naturräume engagieren müssen. Im POLARIUM möchten wir diese durch den Menschen und den Klimawandel verursachten Probleme informativ und anschaulich in den Fokus rücken.“ 
Das POLARIUM soll nach aktuellem Stand im September eröffnet werden.


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