10. Warnemünder Sandwelt - Noch bin Ende Februar

Sandwelt
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Außergewöhnliches Kunstvergnügen im Jubiläumsjahr

Zum zehnten Mal hat im April 2019 die Warnemünder Sandwelt ihre Pforten geöffnet. Die neue Ausstellung lockt in diesem Jahr unter dem Motto „Komm ins Land der Phantasie“ zu einer Reise durch die wundervollen Welten von Jules Verne, Poseidon oder Atlantis. Im Mittelpunkt der mythischen Sandwelt steht eine aufwendige Inszenierung der Sage vom „Fliegenden Holländer“. Das internationale Künstler-Team konnte im April live dabei beobachtet werden, wie es 300 Tonnen Sand in faszinierende Figuren und Geschichten verwandelt. Die fertige Open-Air-Ausstellung ist täglich im maritimen Shop und Restaurant „Pier 7“ direkt am Kreuzfahrtkai des Ostseebades Warnemünde zu bestaunen. Der Eintritt ist frei.

Die Kunst des Sandfigurenbaus

Damit Karls Sandfiguren in hoher Qualität zum Leben erweckt werden können und ein halbes Jahr lang Wind, Wetter und die salzige Luft der Ostsee ohne Makel überstehen, wurde extra ein spezieller Sand aus einer Grube im brandenburgischen Niederlehme an die Ostsee geliefert. Dieser hat die Eigenschaft einer besonders eckigen Kornstruktur, die es braucht, um gut bindig zu sein. Anders als klassischer Ostseesand, dessen Korn durch die Bewegung im Wasser rundliche Formen annimmt, lässt er sich damit leichter verdichten und verarbeiten. Vor Ort wird dem Sand Wasser beigefügt, um ihn mit Hilfe der freigesetzten natürlichen Klebestoffe an den jeweiligen Ausstellungsplätzen zu Stufenpyramiden planieren zu können. Den notwendigen Rückhalt für die tonnenschweren Rohlinge gibt ein massives Holzgerüst. Die Lattenkonstruktionen ermöglichen den Sandexperten einerseits überhaupt die Arbeiten an den überdimensionalen Figuren, andererseits sorgen sie für Stabilität.

Beste Sandkünstler der Welt am Werk

Unter der künstlerischen Leitung von Othmar Schiffer-Belz, der bereits seit dem Jahr 2004 rund 30 Eis-, Schnee- und Sandfigurenausstellungen von Karls Erlebnis-Dörfern organisiert hat, haben in Warnemünde Künstler aus sechs Ländern die Sandwelt entworfen. Alle Virtuosen bringen umfangreiche Erfahrungen im Modellieren von Eis- und Sandfiguren mit und waren für Karls außergewöhnliche Kunstschauen schon in den vergangenen Jahren engagiert. Unter ihnen war der litauische Bildhauer Andrius Petkus, der durch seine Siege bei internationalen Wettbewerben wie dem Eisfestival im chinesischen Harbin oder im russischen Ekaterinenburg sowie als Rekordhalter für die größte Eisskulptur in Vilnius (Litauen) Bekanntheit erlangte. Die beiden Künstler Ilya Filimontsev (aus Russland) und Susanne Ruseler (aus den Niederlanden) hatten 2018 eine riesige Krippe aus 700 Tonnen Sand auf dem Petersplatz in Rom in Italien gestaltet, die unter anderem von Papst Franziskus bewundert wurde. Weitere Teilnehmer waren Marielle Heessels aus den Niederlanden, Leonardo Ugolini aus Italien, David Enguerrand aus Belgien sowie Wiaczeslaw Borecki aus Polen.

Sandwelt Warnemünde
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Die neue, 11. Warnemünder Sandwelt

Wir sind schon wieder ganz aufgeregt. Am 15. April 2020 beginnen die neuen Arbeiten an unserer elften Sandfigurenausstellung im Pier 7 an Warnemündes Kaikante. Diesmal nehmen wir euch mit auf eine aufregende Fahrt über die sieben Weltmeere. Begebt euch auf die Spuren von bekannten Entdeckern, die auf alten Holzschiffen neue Welten erobern. Doch seid auch gewarnt vor berüchtigten Piraten, die überraschend euren Seeweg queren und vor wirklich gar nichts zurückschrecken. Die fabelhafte Open-Air-Ausstellung ist bis zum 1. November 2020 täglich und wie immer kostenlos zu bestaunen.

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Weltbeste Sandburgenbauer am Werk
Damit ihr pünktlich zum Einlauf der ersten Kreuzliner in den Genuss der sandigen Faszination kommen könnt, reisen Anfang April einige der besten Sandmodellierer der Welt an die Warnowmündung. Darunter sind auch wieder bekannte Gesichter, die bereits in Thermo-Jacke und mit Kettensäge an manchen unserer Eiswelt-Skulpturen Hand angelegt haben. Zum Beispiel der Bildhauer Andrius Petkus, der bereits als Rekordhalter für die größte Eisskulptur im litauischen Vilnius Bekanntheit erlangte. Oder Ilya Filimontsev und Susanne Ruseler. Das russisch-niederländische Duo hatte 2018 eine riesige Krippe aus 700 Tonnen Sand auf dem Petersplatz in Rom in Italien gestaltet, die unter anderem von Papst Franziskus bewundert wurde. Weitere Teilnehmer sind Marielle Heessels aus den Niederlanden, Leonardo Ugolini aus Italien sowie Wiaczeslaw Borecki aus Polen.

Othmar weiß, wie’s geht!
Es ist gar nicht so leicht, die riesigen Skulpturen mit hoher Detailtreue aus dem gelben Element enstehen zu lassen. Vor allem die kleineren Buddelexperten unter euch kennen das Problem, dass Sandburgen am Ende meist nicht die Gestalt annehmen, die sie sollten. Und dazu auch nicht so lange heile bleiben wie gewünscht. Weil Karls Sandfigurenausstellung aber nun mal ein halbes Jahr Regen, Sturm und hoffentlich auch vielen Sonnenstrahlen standhalten soll, mussten wir uns was überlegen. Oder vielmehr Othmar, der sich in den letzten Jahren zum Spezialisten für diese Art von Kunstwerken gemausert hat und manchmal sogar noch selbst den Spachtel in die Hand nimmt.

Auf das Material kommt es an …
Eine der Grundvoraussetzungen, dass unsere Künstler vernünftig arbeiten können, ist natürlich guter Sand. Karls Sandfigurensand kommt extra aus einer ganz bestimmten Region Deutschlands, nämlich aus dem brandenburgischen Niederlehme. Der Sand, der hier in riesigen Gruben gefördert wird, hat diese besondere eckige Kornstruktur, die es braucht, um gut bindig zu sein. Nicht so wie Ostseesand, dessen Korn durch die Bewegung im Wasser rundliche Formen annimmt und sich deshalb nur ganz schwer verdichten lässt.

… und auf die richtige Technik
Da aber auch der spezielle Sand aus Brandenburg nicht ohne Zutun die nötige Pappigkeit und Haltbarkeit besitzt, wird noch etwas Wasser benötigt. Hier kommt es auf die richtige Mischung an und damit wird es dann kompliziert. Zu viel Nass heißt, der Sand zerfließt und mit ihm später das gesamte Kunstwerk. Zu wenig Wasser bringt den Nachtteil mit sich, dass aufgrund der fehlenden natürlichen Klebestoffe keine Modellierung möglich ist. Der Sand würde zerfallen. Den notwendigen Rückhalt für die tonnenschweren Rohlinge gibt ein massives Holzgerüst. Die Lattenkonstruktionen sorgen an den bis zu drei Meter hohen und sechs Meter breiten Figuren für Stabilität, damit Wettereinflüsse den Kunstwerken später nichts anhaben können. Denn es wäre doch sehr schade, wenn rund 100 Stunden Arbeit, die jede einzelne Sandskulptur durchschnittlich von ihren Erschaffern fordert, für die Katz‘ wären.

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